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*~Traurige und bewegende Geschichten, die ich mir alle durchgelesen habe, vielleicht findet ihr ja auch die Zeit es zu tun~*

Tot eines Ungeborenen

3. Oktober
Heute begann mein Leben. Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein – mit blondem Haar und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon fertig, auch dass ich eine Schwäche für Blumen haben werde.

19. Oktober
Manche sagen, ich sei noch keine richtige Person, sondern nur meine Mutter existiere. Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie eine kleine Brotkrume eben Brot ist. Meine Mutter existiert. Ich auch!

23. Oktober
Jetzt öffnet sich schon mein Mund; Denke nur, in ungefähr einem Jahr werde ich lachen und später sprechen. Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird: „Mama.“

25. Oktober
Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an, wird es für den Rest meines Lebens schlagen, ohne jemals innezuhalten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es einmal ermüden. Es wird stillstehen und dann werde ich sterben.

2. November
Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an. Aber es wird noch lange dauern, bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen Armen Blumen pflücken und meinen Vater umarmen kann.

12. November
An meinen Händen bilden sich winzige Finger. Wie klein sie sind! Ich werde damit meiner Mutter übers Haar streichen können.

20. November
Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, dass ich hier unter ihrem Herzen lebe. Oh, wie glücklich sie doch sein muss! Bist du glücklich Mama?

25. November
Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus. Aber sie wissen ja gar nicht, dass ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gern Susi heißen. Ach, bin ich schon groß geworden!

10. Dezember
Mein Haar fängt an zu wachsen. Es ist weich und glänzt so schön. Was für Haar die Mama wohl hat?

13. Dezember
Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt, werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du aus Mama?

24. Dezember
Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört? Manche Kinder kommen etwas kränklich zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum – bum, bum – bum. Mama du wirst eine gesunde Tochter haben!

28. Dezember
Heute hat mich meine Mutter umgebracht!

Das Tagebuch eines ungeborenen Kindes wurde ca. vor 15 bis 20 Jahren in dem Magazin „Stern“ veröffentlicht. Dieses fiktive Tagebuch stammt von einem Frauenarzt, zu dem immer wieder Frauen mit der Bitte um Schwangerschaftsabbruch kamen. Er hörte sich die Sorgen dieser Frauen an, zeigte Verständnis für ihre Probleme, bat sie die ganze Sache nochmals zu bedenken und gab ihnen hierzu auch dieses Tagebuch mit.






Schlaftabletten Geschluckt

Sie sass am Pc wie fast jeden Abend. Immer wenn sie nach Hause kam, setzte sie sich an ihren Computer, wählte sich ins Internet ein und blieb so lange drin, bis ihre Mutter sie ins Bett scheuchte.
Aber an diesem Tag war es anders. Sie hatte sich verliebt. Es verging kaum eine Minute, wo sie nicht an ihn dachte. Sie hatte nur seinen Nicknamen im Kopf und seine Beschreibung. Andauernd dachte sie darüer nach wie er wohl aussehen würde. Sie hatten nie so richtig über sich selbst geredet, nie über persönliche Details wie genauer Wohnort oder so. Sie wusste nur, dass er in Deutschland wohnte wie sie selbst, aber etwa 400km weit entfernt, zu weit zum besuchen. Sie konnte ihm vertrauen, konnte sich loslassen, konnte sich fallen lassen, wenn sie mit ihm chattete, was sie sonst nicht konnte. In real war sie sehr schüchtern, traute sich kaum etwas zu. Doch im Chat, wenn sie mit ihm sprach, dann konnte sie sich richtig fallen lassen und ihren Gefühlen freien lauf lassen. Doch dass sie sich in ihn verlieben würde, daran dachte sie nie. sie hielt es nicht für möglich, sich in einem Chat zu verlieben, doch nun war es passiert; sie konnte nichts mehr dagegen machen.
Es vergingen einige Tage. Sie dachte pausenlos an ihn, war schon öfters so nah dran, es ihm zu gestehen, aber sie schaffte es nie. Doch dann kam der Tag, an dem sie beschloss es ihm zu sagen.
Als sie sich nach der Schule an ihren Pc hockte und in den Chat ging, war er nicht da. Sie wartete lange, doch er kam nicht. Sonst war er immer da. Jeden Tag um die selbe Zeit. Doch heute nicht.
Sie hatte keine Ahnung was dazwischen gekommen war und befürchtete schon das schlimmste. Und da kam ihr die Idee, ihre E-mails nachzulesen.
Sie hatte Post, es war eine Mail von ihm. Als sie den Betreff las, stieg ihr ein eigenartiges Gefühl auf. Ein mulmiges Gefühl in ihrem Bauch...Ein Gefühl, das ihr die Luft wegblieben liess. Im Betreff stand: Es tut mir leid, ich mag dich nicht...
Sie machte die Mail auf...
Na du!
Es tut mir leid, ich hätte es dir schon viel eher sagen sollen, hätte es niemals so weit kommen lassen dürfen. Ich bin nicht der, den du denkst. Ich bin nur ein gewöhnlicher Mensch, kann mit dir ehrlich gesagt nichts anfangen. Ich habe dich die ganze Zeit nur belogen. In wirklichkeit wollte ich nur jemanden verarschen.
In wirklichkeit kann ich dich nicht leiden. Du mit deinem ewigen Gejammer, du, mit deiner völlig abartigen Sicht zum Leben und allem. Ich habe mitgespielt, weil es das war, was du wolltest. Aber ich kann dich nun mal nicht leiden, deswegen werde ich dich jetzt auch in Ruhe lassen. Das ist das letzte was du von mir hörst.
-------
Sie konnte es nicht glauben. Jedes Wort fühlte sich so an, als würde ein Messer in ihr Herz stechen. Es tat so fürchterlich weh, als sie das las.
Die Tränen konnte sie nicht mehr zurückhalten. Sie rollten über ihre Wangen, bis zum Kinn. Es fühlte sich an, wie Dornen die sich in sie hineinfrassen. Sie war alleine daheim; zum Glück. So hätte sie es sich nie getraut, aus ihrem Zimmer zu gehen. Und das Weinen konnte sie auch nicht mehr unterdrücken. Es kam aus ihr heraus, als hätte sie seit Jahren nicht mehr geweint. Sie hatte das Gefühl, als würden diese Worte alles in ihr zerstören, verbrennen...
Sie wollte nicht mehr. Er war die einzige Person, der sie vertraut hatte. Der sie alles über sich erzählt hatte. Doch es war alles nur Show...Er war nicht real, diese Person die sie liebte, hasste sie.
Sie wollte nicht mehr leben. Alles, woran sie geglaubt hatte, war eine Lüge. Und das schlimmste war immer noch, dass er es ihr so sagen musste. Er hätte es auch anders tun können...Aber wieso so? Und wieso gerade sie, und nicht eine andere naive Chatterin?
Sie sah nicht mehr richtig, ihre Augen waren voller Tränen. Und in ihr brannte es förmlich. Sie konnte sich noch daran erinnern, dass ihre Mutter einmal Schlaftabletten gekauft hatte...
Im Bad musste sie sein, wie vor einigen Tagen auch noch, als sie sie per Zufall gefunden hatte.
Sie setzte sich wieder an den Pc, vor ihr der Posteingang - Keine neuen Nachrichten...
Der Deckel des Röhrchens spickte weg, als sie es aufmachte. Darin hatte es einige weisse Tabletten. So klein und doch so gefährlich. Sie nahm sich eine raus und schluckte sie. Es war eckelhaft; es schmeckte fürchterlich bitter, aber die Tablette verschwand sofort in ihrem Magen.
Der Rest kann ja nicht schlimm sein, gleich ist es eh vorbei dachte sie sich, und schluckte den Rest der Tabletten auch.
Wie lange sie da sass und auf Post von ihm wartete konnte man nicht sagen. Es mussten Stunden gewesen sein.
Ihr Kopf wurde immer schwerer, die Augenlider waren so schwer wie blei. In ihrem Magen brannte es, doch sie spürte es nicht mehr. Alles war wie durch Watte gedämpft. Der kopf sank auf die Tastatur, ihre Augen schlossen sich...Das Herz wurde immer langsamer, alles schlief ein. Für immer.
Man fand sie am nächsten Morgen. Tot vor dem Pc, in der Hand das leere Röhrchen.
Und auf dem Bildschirm, eine Nachricht. Irgendwer musste sie geöffnet haben. Darin stand:


-------

hallo!
Gott, was hat denn mein Bruder fürn Mist geschrieben? Tut mir leid, ich habe das nicht geschrieben...Glaub mir bitte...Ich könnte dir niemals weh tun...Denn ich liebe dich.







Zu spät

Es war einmal ein Junge der mit einer Krankheit geboren wurde.
Eine Krankheit, für die es keine Heilung gab.
Und das mit 17 Jahren .....
jeden Moment konnte er sterben.
Immer lebte er in seinem Haus, zurückgezogen, unter der Aufsicht seiner Mutter.

Doch das reichte ihm bald und er beschloß bloß ein einziges mal auszugehen.
Er bat seine Mutter um Erlaubnis und sie gewährte es ihm.
Als er so durch sein Viertel spazieren ging, sah er eine Menge Geschäfte.
Als er an einem Musikgeschäft vorbeiging und in die Auslage sah,
fiel ihm die Anwesenheit eines wunderschönen Mädchens in seinem Alter auf.

Es war Liebe auf den ersten Blick.
Er öffnete die Tür und trat ein ohne etwas anderes anzusehen als sie.
Immer mehr näherte er sich dem Tresen, an dem sie stand.

Sie sah ihn an und lächelnd sagte sie: "Kann ich dir mit etwas helfen?"
Während er dachte, daß dies das schönste Lächeln war,
das er in seinem Leben gesehen hatte.

Er verspürte das Verlangen sie zu küssen in eben diesem Moment.
Stotternd sagte er zu ihr: Ja, eeehhh, uuuhhh... ich würde gerne eine CD kaufen.
Ohne zu denken, nahm er die erstbeste, die er sah und gab ihr das Geld
"Möchtest du, daß ich sie dir einpacke?" fragte das Mädchen, wieder lächelnd.
Er antwortete ja, und nickte mit dem Kopf;
und sie ging nachhinten ins Lager um dann mit einem eingewickelten Paket zurückzukommen und es ihm zu geben.
Er nahm es und verließ das Geschäft.

Er ging nachhause, und seit diesem Tag an, besuchte er das Geschäft jeden Tag um eine CD zu kaufen.
Immer wickelte sie das Mädchen ein, und er nahm sie dann nachhause mit und legte sie in einen Kasten.
Er war zu schüchtern um das Mädchen einzuladen,
mit ihm auszugehen und obwohl er es versuchte konnte er nicht.

Seine Mutter bemerkte das bald und versuchte ihn dazu zu ermuntern daß er es sich traue,
so daß er am nächsten Tag sich ein Herz faßte und zu dem Geschäft ging.
Wie jeden Tag kaufte er eine CD, und wie immer ging sie nachhinten um sie einzuwickeln.
Er nahm die CD und als sie nicht hersah,
hinterließ er schnell seine Telefonnummer am Tresen und lief aus dem Geschäft raus.

......Ringggg !!!

Die Mutter hob ab: "Ja?"
Es war das Mädchen, sie fragte nach ihrem Sohn;
die Mutter, vollkommen verstört fing zu weinen an als sie sagte:
"Was? Weißt du es nicht? ... Er ist gestern gestorben."

Es war ziemlich lang still, bis auf die Klagelaute der Mutter.
Später betrat die Mutter den Raum des Sohnes um sich an ihn zu erinnern.
Sie beschloß damit anzufangen, sich seine Wäsche anzusehen und so öffnete sie den Kasten.
Zu ihrer Überraschung türmten sich dort ein Berg eingepackter CDs; nicht eine war ausgepackt.
Es machte sie neugierig so viele zu sehen und sie konnte sich nicht zurückhalten:
sie nahm eine und setzte sich aufs Bett um sie anzusehen;
als sie das tat fiel ein kleines Stück Papier aus der Plastikhülle.
Die Mutter nahm es um es zu lesen und es stand drauf:
" Hi!!!, du bis total süß möchtest du mal mit mir ausgehen? Ich hab dich total lieb.......... Sofia."

Vor lauter Emotion öffnete die Mutter noch eine und ein weiteres Papier fiel heraus;
aus verschiedenen CDs....... auf allen stand das Gleiche.

Und die Moral:
So ist das Leben..... warte nicht zu lange damit um diesem besonderen Jemand zu sagen was du fühlst.
Sag es ihm heute.
Morgen kann es zu spät sein.
Diese Massage wurde geschrieben um über die Menschen nachzudenken;
und so langsam aber sicher die Welt zu verändern.







Warum nur Papi ?

Verängstigt, voller Scham und Angst sitz ich in der Ecke, mache mich ganz klein, mich darf doch keiner sehen. Drücke die Hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll, zu doll, es tut ihm sicher weh. Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein. Er will mich beschützen, doch kann er es nicht, ist doch noch viel zu klein, grad erst vier, und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig. Er kann nix machen, genauso wenig wie ich. Ich muss weinen, er sieht mich an, "Nicht weinen!" sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht. Kann nix machen, hilflos, machtlos, zu klein! Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause. Hab Angst! Drücke die Hand fester zu, darf das nicht zu doll, es tut ihm doch weh, lasse etwas locker. Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf. Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren, so wie jeden Tag, Er ist da. Gleich kommt er! BITTE NICHT!!! Doch er kommt. "Hier seit ihr ja!" er lächelt, ich hab Angst! "Komm mein Engelchen, komm zu Papi!" Hab solche Angst! Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht. Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest. Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein. Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau. und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest. Nicht loslassen! Doch Papa ist stärker er zerschlägt unsere Hände, ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte! Ich weine, schreie, will nicht! Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir. Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen. Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht, ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen, warum höre ich seine Worte nicht??? Was sagt er, will wissen was er sagt! Sehe ihn nicht mehr, die Tür geht zu, hinter, mir, hinter uns. Bin ja auf Papas Arm. Wir gehen ins Schlafzimmer, will nicht! BITTE! Hab Angst, er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß. "Nicht weinen, Engel" sagt er "Bin doch jetzt bei dir, bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!" Kann nichts machen, kann mich nicht wehren. Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen, warum streichelt er mich da? "Nein!" flüstere ich immer wieder. Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein. Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen. Weine, sie tun weh, die Tränen, sie brennen wie Feuer. Warum da? Warum an diesen Stellen? Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall! "Komm, sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!" Will lieb sein, will sein Engel sein, hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder!?! Ja, ist doch mein Papi. Jetzt legt er sich auf mich, er ist schwer, so schwer. Er wiegt so viel, kriege keine Luft. Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht. Es tut so weh. Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm. Er küsst mich, immer wieder. Auf und ab, wie bei "Hoppe-Hoppe Reiter". Ich mochte dieses Spiel, früher, als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es, jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel, mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten. Er macht komische Geräusche, es tut so weh. Es wird immer doller, immer schneller. Bald ist es vorbei. Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder. "DANNY!" schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau, kann seine Gedanken lesen. Was ist nur los? Sehe mich, nein uns Papi und mich, von oben. Es sieht komisch aus. Es passt nicht zusammen. Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen. Er macht komische Bewegungen. Seine Augen, er sieht glücklich aus. Will tot sein, so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer. Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen, tot sein. Aber er ist glücklich, er ist froh. Papa macht es Spaß, muss lieb sein! Und dann, dann stöhnt er ganz laut. Es ist vorbei. Es tut so weh! Er gibt mir noch einen Kuss "Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt!" flüstert er mir zu. Es tut so weh. Es blutet, ich blute! Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum??? Ich mag es nicht, will das doch nicht. Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! "Es ist normal." hat er gesagt, immer wieder, es ist normal. Glaube ihn, er ist ja groß, ist erwachsen. Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind. Hab Miriam im Kindergarten gefragt, sie hat gesagt, ihr Papa macht es auch mit ihr. Aber es tut so weh, es blutet. Frage mich immer wieder, warum? Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen? Sie weiß es doch! Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir! Beim letzten mal. Sie hat nichts gemacht, nur geguckt. Nichts gesagt, stand nur in der Tür. Er hat sie angeschrieen, warum schreit mein Papa meine Mama an? Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie. Kein Wort, nur, das ich nichts sagen darf, Niemandem, niemals! "Es ist normal." hat sie gesagt. Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein! Laufe zu Danny, er hält mich fest! "Hast du Aua?" fragen seine Gedanken, ich muss weinen! Er hat auch Aua! Er spürt das Selbe wie ich, jedes mal. Spürt immer wenn ich Aua habe, genauso doll wie ich. Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme, sind doch noch so klein, so schlafen wir ein, Arm in Arm in der Ecke, ganz allein, wo ist Mami? Frage mich immer und immer wieder "Papi, warum? hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein, Papi warum? WARUM?" Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein....

Warum, warum nur? Warum.....






Gefährliche Liebe

"Was man tief im Herzen besaß,
kann man auch durch den Tod nicht verlieren."
**********

LAURA MESSNER
geb. 04.04.1987
gest. 09.06.2001

Als Laura das sah, stockte ihr der Atem. Alles verkrampfte sich in ihr. Sie sah, wie der Bildschirm langsam vor ihrem Augen in den Tränen verschwamm und sie nur noch vage die Buchstaben, die ihr gesamtes Inneres gerade ausgelöscht hatten, erkennen konnte.
„Ich kann nicht mehr“.
Das waren doch nur ein paar zusammengesetzte Buchstaben, wie konnte man deswegen ein ganzes Leben an sich vorbeirauschen sehen?
Wie konnte man deswegen denken, alles sei vorbei?
Wie konnten ein paar Buchstaben die Freude und die Glücklichkeit der letzten 8 Monate einfach so zerstören?
Fragen über Fragen.
Keine Antworten.
Nur Fragen.
Laura nahm die nächsten Sätze kaum wahr.
Lina, Steffi und Katja versuchten, sie zu trösten. Das sah ihnen mal wieder verdammt ähnlich. Trösten, alle waren ja soo gute Freundinnen von ihr, und alle hatten sie ja soo lieb!!
Laura wusste, was sie von denen zu halten hatte. Am Anfang, da war es noch lustig gewesen, da hatte sie noch Spaß daran gehabt, jeden Nachmittag den Computer anzustellen und die Namen zu lesen, zu chatten, sich zu freuen, und, ja, und wegen Daniel.
Daniel.
Daniel.
Daniel.
Das war das einzigste, was Laura in diesen Augenblicken denken konnte.
Nur an Daniel.
Es schien ihm nicht schwer zu fallen, diese Sätze zu schreiben. Weit hergeholte Erklärungen, oder besser Sätze, die sie ruhig stellen sollten. Ja keine Panik aufkommen lassen, alles war sowieso schon schlimm genug für sie.
Erst der Tod ihres Hundes, dann die verflossene Freundin und nun machte auch noch Daniel Schluss.
Als das mit Senta war hatte sie ja schon an Selbstmord gedacht, aber Daniel und Lina und Steffi und Katja konnten sie noch davon abhalten.
Dann hatte Carina auf einmal auch besseres zu tun, und ließ Laura allein. Allein mit ihren Problemen.
Und jetzt??
Jetzt dieser Nachmittag. Alles war so schön gewesen, wieder im Chat, wieder zusammen mit ihren Freunden und Freundinnen, Daniel war auch da. Ihr Daniel. Er gehörte doch ihr, er konnte doch nicht einfach so sagen „Aus“, das ging doch nicht.
Sie hatten sich doch in den Nächten, in denen sie telefoniert haben, die ewige Liebe geschworen.
Und jetzt??
Jetzt weinte Laura.
Daniel weinte auch, aber es tat ihm nicht Leid. Er weinte, weil er es doch so niedlich fand, wenn Laura weinte. Sie hatte oft mit ihm am Telefon geweint. Immer diese kindliche Naivität, das machte sie aus. Wenn man sie hörte, da hatte man sofort das Gefühl, man hat es mit einem kleinen und zerbrechlichen Wesen zu tun, das man in den Arm nehmen muss, und man musste aufpassen, dass es nicht zerbrach.
Laura, sie spielte immer die Rollen des kleinen Vogels, der aus dem Nest gefallen war und nicht wieder hereingekrochen kam, aus Angst, oder viel mehr aus fehlender Kraft.
Kraft, die sie jetzt auch nicht mehr hatte.
Sie saß in der Wohnung vor dem Computer und starrte immer noch auf den Satz, auf den Satz, nur auf den Satz.
Auf den Satz, der ihr Leben mit einem Schlag veränderte. Dass Lina und Steffi und Katja da waren, das bemerkte sie gar nicht mehr. Sie sah ein, dass sie sich die ganze Zeit etwas vorgemacht hatte. Die Liebe übers Internet. Und das sollte gut gehen?
8 Monate war es gut gegangen.
8.
8 Monate.
Und jetzt??
Jetzt war es aus. Aus mit den 8 Monaten, mit dem Chatten, dem Telefonieren und mit Daniel. Daniel... Wie schön der Name doch klang. Daniel...
Bei Laura gingen alle Gedanken mit ihr durch. Sie konnte nicht mehr länger mit anhören, wie die anderen versuchten, Daniel fertig zumachen und sie zu trösten. Es war doch sowieso alles nicht ernst gemeint. Die waren doch alles Lügner. Und Daniel erst Recht. Nur ein Lügner. Ohne richtig zu wissen, was sie tat, schaltete sie den Computer aus.
Sie stand auf und ging in ihr Zimmer. Tränen liefen über ihre Wangen und sie wusste nicht, wer sie war, was sie machte, was das Leben sollte.
Als sie aus dem Fenster sah, erkannte sie Schnee. Weiße dichte Flocken, die vom Himmel kamen und die Straßen und Häuser, Bäume und Büsche in ein wunderschönes weiß tauchten.
Laura liebte den Schnee. Das hatte sie schon immer getan. So schön weiß und kalt.
Doch viel mehr liebte sie Daniel. Er war ein Lügner, und doch liebte sie ihn. Dazu waren die letzten 8 Monate zu schön gewesen. Sie liebte ihn noch genauso wie am ersten Tag.
Seitdem war viel passiert. Der Streit, die große Versöhnung, und dann das Treffen.
Den weiten Weg hatte sie in Kauf genommen, er war ihr egal gewesen. Die Zugkosten, auch egal, alles egal, das einzig Wichtige war ihr, dass sie ihn endlich traf. Ihren Daniel. Dass sie ihn endlich mal umarmen und küssen konnte, nicht nur über das Internet sagen konnte dass sie ihn liebte, sondern ihm das ins Ohr flüstern. das war schon lange ihr großer Wunsch gewesen.
Bald würde er Wirklichkeit werden.
Die Begrüßung am Bahnhof war filmreif gewesen. Sie waren aufeinander zugerannt, sie hatte sich um seinen Hals geschwungen und er hatte sie um sich im Kreis geschwungen. Dann hatten sie sich geküsst. Zum ersten Mal.
Und seit diesem einen Kuss wusste Laura, dass Daniel ihr Daniel war. Er durfte nie Schluss machen, und das hatte er auch gesagt. Für immer zusammen, für immer ein Paar.
Und jetzt??
Jetzt sah Laura zu, wie es schneite. Und sie weinte. Und sie wusste, sie konnte auch nicht mehr. Genau wie Daniel es vor einigen Minuten -oder waren es schon Stunden, in denen sie am Fenster saß?- gesagt hatte...
Alles Leid der letzten Zeit staute sich in ihr auf und sie wusste, sie musste etwas unternehmen. Ohne Freundin, ohne Hund, ohne Daniel weiterleben, eine unvorstellbare Vorstellung. Bei dem Gedanken musste sie an Daniel denken. Er hatte diese Widersprüche in Lauras Sätzen immer so süß gefunden. Eine unvorstellbare Vorstellung.
Das bewies mal wieder, dass Lauras Lebens nur aus Daniel bestand. Alles, was sie machte, alles, was sie tat, alles, was sie dachte erinnerte sie an ihn. Und an die 8 Monate.
Ohne zu wissen, wohin, ging sie hinaus. In den Schnee. Sie lief und lief und weinte dabei weiter. Dass die anderen Leute sie dabei anstarrten machte ihr nichts aus. Es würde nichts an ihrem Entschluss ändern.
Laura lief, bis sie zur Brücke außerhalb der Stadt kam. Niemand sonst war hier, außer Laura und dem Schnee.
Völlig außer Atem kletterte sie den Baum, der am Wegrand stand, hinauf. Die Äste waren nass und glitschig vom Schnee. Ihre Hände glitten an den Ästen ab. Ihre Hände wurden noch kälter als sie eine Stelle auf einem der oberen Äste vom Schnee frei wischte. Es kamen Buchstaben zum Vorschein. D A N I E L. Und darum ein Herz.
Das hatte sie hier eingeritzt, als sie sich so sicher war, dass nichts sie auseinander bringen könne.
Und jetzt??
Ihre Tränen fielen auf den Baum und der Schnee schmolz an den Stellen, an denen sie aufkamen.
Mit zitternden Händen befreite sie auch den Stamm von Schnee. Ob es noch da war?
Ihre Finger fühlten die raue Rinde. War es etwa weg? Und war das Messer noch da?
Nein, sie sah das große Astloch im Stamm. Sie griff hinein und zog ein Messer heraus. Der Griff war schon durchnässt und modrig, die Klinge noch einigermaßen scharf und sauber.
Sie rieb es an ihrer Jacke ab und betrachtete es. Ihre Mutter hatte es ihr einmal geschenkt. Damals hatte sie darauf bestanden, ein Messer zu bekommen, weil sie doch so gerne schnitzte. Hätte ihre Mutter gewusst, was sie einmal damit vorhatte, hätte sie es wohl nicht gekauft...
Laura nahm es so fest es ging in die Hand und strich nun das Herz mit den sechs Buchstaben durch. Die Rinde war festgefroren, doch mit einiger Kraft gelang es ihr, zwei Striche durch den Namen zu ritzen. Zufrieden sah sie ihr Werk an. Ihr kamen wieder Tränen, doch diesmal waren es Tränen aus Wut. Wie hatte Daniel das ihr bloß antun können?
Sie rutschte ab, als sie versuchte, den Baum wieder hinunterzuklettern. Gott sei Dank war er nicht allzu hoch und ihr passierte nichts. Gott sei Dank? ...
Ob ihr jemand nachtrauern würde? Vielleicht ihre Mutter. Oder Lina, Steffi und Katja. Aber das meinten die sowieso nicht ernst.
Sie dachte noch etwas weiter darüber nach, als sie das Messer ansetzte.
Tief schneiden, sonst überlebte man. Und längs, nicht quer.
Laura schnitt längs und tief.
Rotes Blut sickerte in den Schnee. In den Schnee, den sie so liebte...

Daniel fing an zu weinen, als er die rote Rose auf den Sarg legte.
Als der Sarg mit Erde bedeckt wurde, fing es sanft an zu schneien...








Warum nur Mami ?

Alkohol am Steuer: Tod einer Unschuldigen

TOD EINER UNSCHULDIGEN


Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.


Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.


Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.


Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.


Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm' doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.


Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.


Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.


Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.


Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.


Sag' meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.


Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.


Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.


Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?

ANMERKUNG: Dieser Text in Gedichtform war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) in Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.







Schreckliches Vergehen

Mummy, jetzt bin ich hier,
ganz weit weg von dir,
und doch so nah.

Mummy, ich seh dich weinen.
Auch du willst zu mir.
Ich spüre deine Tränen,
stehe direkt neben dir.

Mummy, ich kann nicht mehr kommen.
Deshalb bitte gebe auf mein kleines Kätzchen acht,
und sag Daddy jeden Abend von mir gute Nacht.
Sag meinen Freunden, dass ich sie trotzdem hören kann.

Es tut so weh.
Ich schaue ihre traurigen Gesichter an.
Es war nicht die Absicht von mir,
hab nicht gewusst, was er gewollt von mir,
hab nicht gewusst, was ich machen sollt.....

Mummy, bitte, ihr braucht nicht traurig sein,
hier bin ich nicht allein.
Bitte lächle doch einmal für mich.
Du darfst nicht weinen,
dann lache ich auch noch einmal für dich.

Mummy, ich habe jetzt keine Angst und keine Schmerzen mehr,
doch vermisse ich mein Leben sehr,
ich wünsche mir ein bisschen Lebensnähe her.

Mummy, kannst du mir sagen,
warum hat er das getan??
Warum hat er mich so angefasst,
geatmet, wie ein Tier,
mit solcher Gier,
die ich nie verstanden hab.
Vielleicht hat er mich gehasst.

Mummy, was hat er von mir gewollt.
Ich verstand ihn nicht,
er hat mir weh getan.
Noch immer sehe ich sein Gesicht.
Er hat gelacht.
Ich glaube, es hat ihm Spass gemacht...

Mummy, ich habe geschrien,
wollte vor ihm fliehen...
Habe ihm doch nichts getan,
sah ihn nicht einmal böse an...

Mummy, jetzt habe ich keine Angst mehr,
es ist schon eine Weile her.
Nun bin ich hier.
Und eines möchte ich noch wissen:

WARUM TUEN DIESE MENSCHEN SO ETWAS?
HABEN SIE KEIN GEWISSEN? Was alles noch muss passieren?





Fragen über Fragen?!

Ein leiser Aufschrei
Dann Stille
Eine gequälte Seele verlässt ihren Körper...
Der erste Blick fällt auf die durchgeschnittenen Pulsadern...
Ein kaminrotes Rinnsal aus Blut fließt den weißen Arm hinunter...
Wieviel Schmerz muss ein Herz ertragen,
Wieviel Pein eine Seele aushalten,
Wieviel Qual ein Mensch überstehen
Bis er sich dem letzten Schritt, der Erlösung hingibt?
Niemand will es sehn,
Jeder schließt die Augen
Tränen werden ebenso ignoriert wie Schreie.
Ein totes Mädchen - für die Statistik nur Selbstmord...
Hintergründe? Unsichtbar!
Es gab keine Hintergründe,
denn niemand bemerkte ihren psychischen Tod..
man sah nur, dass sie anders war..
Doch..
Sah jemand ihren grausamen Fall in die Abgründe ihrer eigenen Seele?
Sah jemand, wie die Augen immer dunkler,
das Lachen immer spärlicher wurde?
Sah jemand, wie sie sich quälte?
Sah jemand, was für Höllen sie durchqueren musste?
Sah jemand die innere Leere in ihr, die allgegenwärtig war?
Sah jemand die eisige Kälte in ihr, die ihr schließlich das Leben unmöglich
machte?
- Kann man so BLIND sein?



Der einsame Soldat!

Eine Geschichte über einen Soldaten, der endlich nach Hause kam, nachdem er in Vietnam gekämpft hatte.
Er rief seine Eltern von San Fransisco aus an.

"Mutti und Vati, ich komme nach Hause, aber ich habe eine Bitte: Ich habe einen Freund, den ich mit nach Hause bringen möchte."

Sicher antworteten die Eltern, "wir würden ihn gern treffen"

"Da ist aber etwas, was ihr wissen solltet" erzählte der Sohn weiter " er wurde ziemlich schwer im Kampf verletzt. Er trat auf eine Landmiene und verlor dabei einen Arm und ein Bein. Er hat nirgends sonst ein Zuhause, und ich möchte, daß er bei uns wohnt".

"Es tut uns Leid, das zu Hören" antworteten die Eltern "vielleicht können wir ihm helfen einen Ort zu finden, wo er leben kann."

"Nein, Mutti und Vati, ich möchte dass er bei uns wohnt" erwiderte der Sohn.

"Mein Sohn" sagte der Vater" du weißt nicht um was Du uns da bittest, jemand mit einer solchen Behinderung wäre eine schwere Last für uns. Wir haben unser eigenes Leben zu leben, und wollen unser Leben nicht durch solche Dinge beeinträchtigen. Ich glaube, du solltest nach Hause kommen, und diesen Menschen vergessen. Er wird schon einen Weg finden, um allein klar zu kommen."

An dieser Stelle legte der Sohn den Hörer auf. Die Eltern hörten nichts mehr von ihm. Ein paar Tage später bekamen sie einen Anruf der Polizei von San Franzisko.

Ihr Sohn sei verstorben, nachdem er von einem Gebäude gestürzt war. Die Polizei ging von einen Selbstmord aus. Die trostlosen Eltern flogen nach San Franzisko. Sie wurden dort zum Leichenschauhaus gebracht um ihren Sohn zu identifizieren. Sie erkannten ihn, wurden aber vom Grauen gepackt, als sie sahen, was sie zuvor nicht wussten. Ihr Sohn hatte nur einen Arm und ein Bein.

Die Eltern in dieser Geschichte sind wie viele von uns. Wir finden es leicht, jene zu lieben, die gut aussehend oder lustig sind. Aber wir mögen keine Leute die uns lästig sind. Wir würden uns lieber entfernen von Menschen die nicht so klug oder gesund sind wie wir. Zum Glück gibt es jemanden, der uns nicht so behandeln würde. Jemand der uns mit einer unbedingten Liebe liebt, die uns willkommen heißt in der ewigen Familie, egal ob wir krank, hässlich oder nicht klug sind.



In dieser Nacht, bevor Du schlafen gehst, spreche ein kleines Gebet, daß Gott Dir die Kraft geben wird Menschen so zu akzeptieren wie sie sind, um uns zu helfen mehr Verständnis für diejenigen zu haben, die anders sind wie wir!
Es gibt ein Wunder die Freundschaft genannt wird und bei uns im Herzen wohnt. Wir wissen nicht wie es geschieht oder wann es anfängt, aber wir kennen das gute Gefühl das Freundschaft bringt und wir erkennen das Freundschaft Gottes kostbarstes Geschenk ist!
Freunde sind ein sehr seltenes Juwel. Sie lassen uns lächeln und ermutigen uns. Sie hören zu, loben sich gegenseitig und wollen uns immer ihre Herzen öffnen.







(Das ist eine Geschichte über ein 14-jähriges Mädchen, das nochmal Glück gehabt hat, aber lest selber durch!)

Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging.

Der Gedanke dass sie verfolgt wird, lies ihr Herz schneller schlagen.

"Du bist lächerlich," sagte sie sich selbst, "Niemand verfolgt dich."

Um sicher zu gehen beschleunigte sie ihr Schritttempo, doch die Schritte
gleichten sich ihrer an.

Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie war froh dass sie fast zuhause war.

Shannon sagte ein schnelles Gebet, "Gott, bitte lass mich sicher nach Hause kommen."

Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.


Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür, erleichtert in
den sicheren vier Wänden ihres Zuhause zu sein.

Sie sah aus dem Fenster um nach zu sehen ob jemand da draußen war.

Der Gehweg war leer.

Nach dem Durchblättern ihrer Bücher, entschloss sie sich online zu gehen.

Sie loggte sich unter ihren Nicknamen ByAngel213 ein.

Sie sah in Ihre Buddyliste und stellte fest dass GoTo123 online ist.

Sie schickte ihm eine Nachricht.

ByAngel213: Hi Ich bin froh dass du online bist! Ich hab geglaubt dass mich
jemand nach Haus verfolgt hat. Es war total komisch!

GoTo123: Du guckst zu viel fern. Wieso sollte dich jemand verfolgen? Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?

ByAngel213: Natürlich wohn ich in einer sicheren Gegend. Ich nehme an das ich mir dass nur eingebildet habe, denn ich hab niemanden
gesehen, als ich raus geschaut habe.

GoTo123: Es sei denn du hast deinen Namen übers Internet raus gegeben. Das hast du doch nicht gemacht oder?

ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof, weist du?

GoTo123: Hattest du ein Softball Spiel nach der Schule heute?

ByAngel213: Ja, und wir haben gewonnen!!

GoTo123: Das ist klasse! Gegen wen habt ihr gespielt?

ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt. Deren Uniformen sind total schrecklich! Sie sehen aus wie Bienen.

GoTo123: In welchem Team spielst du?

ByAngel213: Wir sind die Canton Cats. Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen.Die sind total cool.

GoTo123: Hast du gepitched?

ByAngel213: Nein, ich spiele second Base. Ich muss weg. Meine Hausaufgaben müssen fertig sein bevor meine Eltern nach Hause kommen. Ich will sie nicht
verärgern. CU!

GoTo123: Bis dann. CU!

Während dessen......

GoTo123 ging zum Mitglieds Menü und begann die Suche nach ihrem Profil.

Als er es fand, markierte er es und druckte es aus.

Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben, was er bis jetzt über Angel wusste.

Ihr Name: Shannon

Geburtsdatum: Jan. 3, 1985

Alter:13

Staat in dem sie wohnt: North Carolina

Hobbies: Softball, Chore, Skating und Shoppen.

Neben dieser Informationen, wusste er, dass sie in Canton wohnt, weil sie es ihm gerade gesagt hat.

Er weiß, dass ihre Eltern um 18:30 nach Hause kommen, und dass sie bis dahin alleine ist.

Er wusste, dass sie im Schulteam Donnerstag nachmittags Softball spielt.

Und dass sich das Team Canton Cats nennt.

Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken ihrer Uniform gedruckt.

Er wusste das sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war.

Das hat sie ihm alles erzählt (anvertraut).

All dies in einer Unterhaltung die sie online hatten.

Er hatte jetzt genug Information um sie zu finden.

Shannon erzählte ihren Eltern nicht von dem Geschehen auf dem Weg nach Hause.

Sie wollte nicht, dass sie ihr eine Szene machen und ihr verbieten zu Fuß nach dem Softballspiel nach Hause zu gehen.

Eltern übertreiben immer maßlos und ihre waren die Schlimmsten.

Sie wünschte sie wäre kein Einzelkind.

Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.
Bis Donnerstag, hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.

Sie war gerade mitten im Spiel als sie merkte, dass jemand sie anstarrte.

In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.

Sie sah von ihrem second Base nach oben, um fest zu stellen das ein Mann sie genau beobachtete.

Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte, als sie ihn ansah.

Er sah überhaupt nicht angsteinflössend aus und sie vergaß schnell wieder ihre Bedenken.

Nachher saß er auf einer Bank in ihrer Nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach.

Sie bemerkte sein Lächeln auf ein Neues und ging an ihm vorbei.

Er nickte und sie lächelte zurück.

Ihm fiel der Name auf dem Rücken ihres Trikots auf und er wusste dass er sie gefunden hatte.

Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her.

Sie waren nur ein paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt.

Und weil er wusste, wo sie wohnt, ging er schnell zurück zum Park, um sein Auto zu holen.

Jetzt musste er warten.

Er entschloss sich etwas zu Essen bis es Zeit ist, zu Shannons Haus zu gehen.

Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und wartete dort, bis er zu Shannons Haus fahren kann.

Shannon war in ihrem Zimmer als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte.

"Shannon, komm her!", Ihr Vater rief.

Er hörte sich besorgt an, und sie konnte sich keineswegs vorstellen, warum.

Sie ging ins Zimmer, als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.

"Setz dich," fing ihr Vater an, "dieser Mann hat uns gerade eine sehr interrasante Geschichte über dich erzählt."

Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.

Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgendetwas erzählen?

Sie hatte ihn, bis heute, noch nie zu vor gesehen!

"Weißt du wer ich bin? Shannon?", fragte sie der Mann.

"Nein!", antwortete Shannon.

"Ich bin ein Polizist und dein Online Freund, GoTo123."

Shannon war erstaunt.

"Das ist nicht möglich! GoTo ist ein Bub in meinem Alter! Er ist 14 und wohnt in Michigan!"

Der Mann lächelte.

"Ich weiß dass ich dir das erzählt habe, aber es ist nicht wahr.
Siehst du, Shannon, es gibt Menschen im Internet, die nur so tun, dass sie Kinder sind. Ich war einer von denen.
Doch während andere es machen, um Kinder zu finden und ihnen weh zu tun, gehöre ich zu der Gruppe, die es macht, um Kinder zu schützen.

Ich bin hergekommen um dich zu finden und um dir beizubringen, wie gefährlich es sein kann zu viel Informationen an Menschen im Internet rauszugeben.
Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen, dich zu finden.
Dein Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Ball Teams, und die Position in der du spielst.
Die Nummer und der Name auf deinem Trikot, machte das Finden nur noch einfacher."

Shannon war immer noch erstaunt.

"Du wohnst nicht in Michigan?"

Er lachte.

"Nein, ich wohne in Raleigh. Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben das ich so weit weg wohne, nicht wahr?"

Sie nickte.

"Ich hatte einen Freund, deren Tochter war genau wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück.
Der Mann fand sie und tötete sie während sie allein zu Haus war.
Kindern wird beigebracht nie jemanden zu sagen, dass sie allein zu Hause sind, jedoch tun sie es ständig, online.
Sie tricksen dich aus, Informationen rauszugeben. Bevor du es weißt, hast du ihnen genug erzählt damit sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast. Ich hoffe, dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist!"

"Das werd ich!", versprach Shannon.

"Wirst du anderen davon erzählen, damit sie auch sicher sind?"

"Das verspreche ich!"



AIDS
Dieses Mädchen freute sich schon riesig auf ihren Sommerurlaub in Spanien!
Dort angekommen genoss sie eine tolle Zeit.
Sie lernte sogar einen netten Typen kennen,mit dem sie gleich zusammenkam!!!
Eines Abends lagen die beiden am Strand und küssten sich leidenschaftlich!
Doch es blieb nich bem Küssen! Der Typ wollte unbedingt mit ihr schlafen!
Nach langem Hin und Her war sie auch einverstanden damit
und zog ein Kondom aus der Tasche!
Doch der Junge weigerte sich dies zu benutzen,
so verbrachten sie eine wunderschöne Liebesnacht am Strand,
jedoch ohne Verhütungsmittel!! Am nächsten Tag
war es dann soweit und das Mädchen musste ihre Ferienliebe verlassen!
Sie küsste sich noch innig und verabschiedeten sich!
Kurz vor Abfahrt flüsterte der Typ dem Mädchen
noch ins Ohr wie verliebt er sei, und wie schön diese Liebesnacht war.
Dann gab er ihr noch ein kleines Päckchen, auf dem stand:
Erst im Flugzeug öffnen!!! Sie fiel ihm in die Arme
und wollte nicht mehr loslassen, doch wie es das Schicksal so wollte
fuhr sie mit ihren Eltern gemeinsam - und ohne ihren Lover- zum Flughafen.
Sie war mächtig gespannt was nun in dem Päckchen sei
und konnte den Abflug gar nicht mehr erwarten!
Sie malte sich die wunderschönsten Dinge aus!
Und als es dann endlich soweit war und sie das schöne
Geschenkpapier aufriss, das Päckchen öffnete,
wusste sie nicht mehr was sie machen sollte!


Drinnen lag eine grauenhafte tote Ratte
und ein kleiner Zettel , auf dem stand:


WELCOME TO THE AIDS-CLUB!


Brief an mein Herrchen

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine,
was war ich glücklich!
Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Straßenrand gehalten,
die Tür ging auf,
und Du hast einen Stock geworfen,
ich lief und lief und lief,
bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.
Aber als ich zurückkam,
warst Du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen,
um Dich zu finden ....
aber leider vergebens.
Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.
Ein fremder Mann kam,
legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.
Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete auf Deine Rückkehr,
aber Du bist nicht gekommen.
Dann wurde der Käfig geöffnet.
Nein ....
Du warst es nicht -
es war der Mann,
der mich gefunden hatte.
Er brachte mich in einen Raum ....
es roch nach Tod.
Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen,
ich weiß,
daß Du weißt,
daß ich mich trotz des Leidens,
das Du mir angetan hast,
noch stets an Dein Bild erinnere,
und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte -
ich würde auf Dich zulaufen,
denn ....
... ich habe Dich lieb ...!



Das schöne Herz


Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte,
dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe.
Eine große Menschenmengeversammelte sich,
und sie alle bewunderten sein Herz,
denn es war perfekt.
Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm.
Ja, sie alle gaben ihm recht,
es war wirklich das schönste Herz,
was sie je gesehen hatten.
Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte:
"Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön,
wie meines."
Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an.
Es schlug kräftig,
aber es war voller Narben,
es hatte Stellen,
wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren.
Aber sie passen nicht richtig,
und es gab einige ausgefranste Ecken.
Genauer an einigen Stellen,
waren tiefe Furchen,
wo ganze Teile fehlten.
Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten,
sein Herz sei schöner,
dachten sie ?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz,
sah dessen Zustand und lachte:
"Du musst scherzen", sagte er, "Dein Herz mit meinem zu vergleichen.
Meines ist perfekt und Deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen."
"Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus,
aber ich würde niemals mit dir tauschen.
Jede Narbe steht für einen Menschen,
dem ich meine Liebe gegeben habe.
Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen,
und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens,
das in die leere Stelle meines Herzens passt.
Aber weil die Stücke nicht genau sind,
habe ich einige raue Kanten,
die ich sehr schätze,
denn sie erinnern mich an die Liebe,
die wir teilten.
Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben,
ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat.
Das sind die leeren Furchen.
Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen.
Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind,
bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe,
die ich für diese Menschen empfinde.
Und ich hoffe,
dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden.
Erkennst du jetzt,
was wahre Schönheit ist ?"
Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen.
Er ging auf den alten Mann zu,
griff nach seinem perfektenjungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus.
Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an.
Der alte Mann nahm das Angebot an,
und setzte es in sein Herz.
Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens
und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen.
Es passte nicht perfekt,
da es einige ausgefranste Ränder hatte.
Der junge Mann sah sein Herz an,
nicht mehr perfekt,
aber schöner als je zuvor,
denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen.
Sie umarmten sich und gingen fort,
Seite an Seite.............!!!!!!!!




"Bitte Gott, ich bin doch erst 17 !"

Der Tag an dem ich starb war ein ganz normaler Schultag, ich wünschte mir so sehr, ich hätte doch den Bus genommen. Aber ich war zu cool für den Bus. Ich erinnere mich, wie ich meine Mama überredete, mir doch den wagen zu geben. Ich wahr freundlich - "große Ausnahme, Mama" - "Alle anderen Kids fahren auch!"



Als die 15.00 Uhr Klingel ertönte, warf ich alle meine Schulbücher in meinen Spind. Ich war frei! Frei bis 08.00 Uhr am nächsten Morgen! Ich rannte auf den Parkplatz, aufgeregt von dem Gedanken an das Fahren eines Autos und aufgeregt davon, mein eigener Chef zu sein!

Es spielt keine Rolle, wie der Unfall genau passierte. Ich war einfach dumm - fuhr zu schnell - versuchte, verrückte Sachen mit dem Auto zu machen - alles auszuprobieren! Ich genoss meine Freiheit und hatte Spaß. Das letzte, an das ich mich erinnern kann ist, dass ich an einer älteren Dame vorbeifuhr, die sehr langsam des Weges ging.
Ich hörte einen ohrenbetäubenden Knall und bekam einen furchtbaren Ruck. Glas und Metall flogen überall umher! Mein ganzer Körper schien sich von innen nach außen umzudrehen!

Ich hörte mich selbst schreien. Plötzlich wachte ich auf; es war sehr still. Ein Polizist stand über mir. Dann sah ich den Doktor. Mein Körper war übel zugerichtet. Ich war voller Blut. Stücke von scharfzackigem Glas steckten überall in meinem Körper. Komisch, ich fühlte keine Schmerzen!

Hey, nicht das Tuch über meinen Kopf ziehen - ich kann nicht tot sein. Ich bin doch erst siebzehn! Ich habe heute Abend eine Verabredung! Ich stellte mir vor, ich stehe nun einfach auf und genieße weiter mein bisher wundervolles Leben. Ich lebe sicher noch - ich kann doch gar nicht tot sein!

Später trugen sie mich in einen Sarg. Meine Leute mussten mich identifizieren. Warum musste sie mich in diesem Zustand sehen? Warum musste ich in Mamas Augen sehen - im schwersten Moment ihres Lebens? Papa sah plötzlich aus wie ein uralter Mann! Papa sagte zu dem Angestellten in der Leichenhalle: "Ja, er ist mein Sohn!" Das Begräbnis war eine seltsame Erfahrung! Ich konnte all' meine Freunde und Bekannten hinter dem Sarg laufen sehen. Sie gingen an mir vorbei, einer nach dem anderen - sie sahen zu mir herüber - mit dem traurigsten Augen, die ich je gesehen habe.
Einige meiner Freunde weinten. Ein paar Mädchen berührten meine Hand und schluchzten, als sie weitergingen.

Bitte - irgendwer - weck' mich auf! Lass' mich hier raus! Ich kann es nicht ertragen, meine Eltern so zerbrochen zu sehen. Meine Großeltern quälen sich mit dem Kummer, dass sie kaum mehr laufen können. Meine Brüder und Schwestern sehen aus wie lebende Tote. Sie bewegen sich wie Roboter. Jeder ist wie betäubt. Niemand kann glauben, was passiert ist. Und ich kann es genauso wenig begreifen.

Bitte, bitte begrabt mich nicht. Ich habe noch so viel zu tun. Ich will noch singen und tanzen können. Bitte, bringt mich nicht nach unten. Gott, falls du mir noch eine Chance gibst, ich verspreche dir, ich werde der vorsichtigste Fahrer auf der ganzen Welt sein. Alles was ich will ist eine Chance!

Bitte Gott, ich bin doch erst siebzehn!
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